April 29

Setz deine Sauerstoffmaske zuerst auf

Setz deine Sauerstoffmaske zuerst auf.

Das ist die zweite Erkenntnis aus dem Kern-Blogartikel „9 Tipps für dein bestes Pferd im Stall“, in dem ich neulich neun zentrale Tipps für mehr Selbstfürsorge in deiner Wunschkanzlei geteilt habe. Auch diese zweite Erkenntnis möchte ich mit einem eigenen Artikel noch einmal separat aufgreifen, weil sie so unfassbar wichtig ist.

Ich erlebe es sehr oft, wenn ich mit meinen Kunden arbeite, denn gerade als Steuerberater scheinen wir dafür besonders prädestiniert zu sein:

Sehr oft haben wir das Gefühl, zuerst müssten alle anderen befriedigt sein oder es muss allen anderen gut gehen, bevor wir daran denken können, uns eine Pause zu gönnen oder uns Zeit für uns selbst zu nehmen.

Damit meine ich nicht nur Mandanten, nein, ganz häufig erstreckt sich das auch auf unsere Mitarbeiter oder sogar auch auf unsere Familien.

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Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.

Wenn du nun irgendwo auf der Welt ein Schiff oder ein Flugzeug betrittst, dann wirst du immer mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut gemacht. Jeder kennt diese Videos, ich berichte dir also sicher nichts Neues. Es wird dir sofort klargemacht, dass du im Falle eines Druckabfalls zuerst dir selbst die Sauerstoffmaske aufsetzten sollst, bevor du dann anderen dabei helfen kannst.

Zu diesem Thema habe ich auch schon einmal einen Blogartikel verfasst, mit dem Titel: „Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.“  Ja, dieser Titel provoziert und er wurde von mir ganz bewusst so gewählt. Denn dieses Thema ist mir sehr wichtig und ich bin tatsächlich der Meinung, dass es unsere persönliche Verpflichtung ist, sehr gut für uns selbst zu sorgen.

Bleiben wir mal bei dem Beispiel des Flugzeugs. Nehmen wir an, du sitzt im Flieger, es fällt tatsächlich der Druck ab und die Sauerstoffmasken kommen runter.

Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass es das Sozialste ist, zuerst allen anderen zu helfen und erst dann für uns selbst sorgen – Was wird die Folge sein?

Aus meiner Sicht wird es aus zwei Gründen so nicht funktionieren.

Der eine ist: wir werden höchstwahrscheinlich mit unserer wunderbaren Absicht nicht weit kommen, da Sauerstoff eben das Wichtigste ist, was wir zum Leben und zum Funktionieren brauchen.

Sind wir aber – zweitens – weiterhin der Überzeugung, zuerst den anderen helfen zu müssen, dann gilt das natürlich auch für alle anderen Menschen in diesem Flugzeug, auch für meinen Sitznachbarn. 

Dies ist dann der Punkt, an dem die meisten meiner Kunden ins Nachdenken kommen und sagen: „Na ja, eigentlich erwarte ich dieses Verhalten nur von mir, ich erwarte das gar nicht von anderen.“

Und genau an dieser Stelle liegt das Problem.

Warum gelten für uns andere Regeln, was soziales Verhalten, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung angeht, als für alle anderen?

Das ergibt schlicht und einfach keinen Sinn. Aus meiner persönlichen Sicht bedeutet das, es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass wir selbst genug Sauerstoff bekommen und versorgt sind. 

Sozial, oder nicht?

Ebenso erwarte ich dieses Verhalten auch von meinem Sitznachbarn. Von dem erwarte ich selbstverständlich – sofern er dazu in der Lage ist – dass er zuerst selbst dafür sorgt, dass er es ihm gut geht, damit ich es nicht tun muss und mich um andere kümmern kann, die eben nicht selbst in der Lage dazu sind! 

Worum geht es denn letztlich, wenn wir uns um andere kümmern?

Es geht doch darum, dass wir einen Teil unserer Kraft aufwenden, um Menschen zu helfen und zu unterstützen, die das für sich selbst nicht tun können.

Ist also jemand in der Lage gut für sich selbst zu sorgen, vernachlässigt dies aber und kommt dadurch nicht in seine oder ihre volle Kraft, ist das verantwortungslos sich selbst und den anderen gegenüber. Denn, wenn wir nicht alles dafür tun, dass wir leistungsfähig sind und somit alles erreichen können, was wir mit unserer Kraft und unseren Möglichkeiten eben erreichen können, geben wir die Verantwortung für unsere Gesundheit und unser Vorankommen an die anderen ab.

Das bedeutet: am Ende des Tages lasten wir das unseren Mitmenschen an und erwarten von ihnen, dass sie uns mittragen und das finde ich, offen gestanden, überhaupt nicht sozialadäquat. 

Viel sozialer ist es in meinen Augen, wenn jeder darauf achtet, so gut er eben kann, in seiner eigenen Kraft, in seiner eigenen Leistungsfähigkeit zu sein und jedes Mittel dazu zu nutzen.

Wenn das jeder von uns tut und sich gut um sich selber kümmert, dann haben wir alle zusammen genügend viel Kraft und Energie, uns um alle anderen kümmern zu können, die unsere Unterstützung benötigen.

Wenn man Selbstfürsorge von dieser Seite betrachtet, ist es eben genau nicht egoistisch oder unsozial, sich um sich selber zu kümmern und sich selbst als Erstes die Sauerstoffmaske aufzusetzen.

Nein, es ist das Beste, was wir für die Gesellschaft, für alle anderen Menschen, für die wir da sein wollen, tun können.

Bitte nimm deine heilige Verpflichtung wahr und setze deine Sauerstoffmaske zuerst auf, damit du für alle anderen da sein kannst. Damit du mit viel mehr Kraft all diese Aufgaben übernehmen kannst, von denen du momentan vielleicht denkst: „Das muss ich alles zuerst erledigen, bevor ich dran bin. Alle anderen essen zuerst, bevor ich dran bin.“

Das ist nicht hilfreich. Zumindest nicht nachhaltig und nicht auf Dauer.

Wenn du also der Berater für deine Mandanten sein willst, den du dir selbst wünschen würdest. Oder wenn du der Top-Arbeitgeber sein willst, der für seine Mitarbeiter da ist, die mit ihm gemeinsam im Wunschkanzlei-Boot rudern, dann sorge dafür, dass du das auch kannst, und zwar mit voller Kraft.

Wie kann das funktionieren?

Wie sieht das in der Praxis aus, wenn du deine Sauerstoffmaske in deiner Wunschkanzlei tatsächlich zuerst aufsetzt?

Es ist eine Wechselbeziehung zwischen dir und den anderen. Das bedeutet, wenn du deine Sauerstoffmaske zuerst aufsetzt und in voller Kraft in deiner Kanzlei leistest, dann wirst du die Möglichkeit haben, dir Auszeiten zu nehmen. Entweder allein für dich oder mit deinen Lieben oder auch mit deinem Team. Du wirst dir Zeit nehmen können, in der du nicht ohne Unterlass arbeiten musst.

Es ist ein wunderschönes Perpetuum mobile, oder nenn es eine Aufwärtsspirale. Nenne es, wie du willst, doch es bedingt sich gegenseitig und es erfüllt sich gegenseitig. 

Du weißt es und ich weiß es: wir sind schneller, effektiver und machen weniger Fehler, wenn wir gut beieinander sind.

Wenn du in deiner vollen Kraft bist, wirst du Zeit und Energie finden, dich selbst zu entwickeln und fortzubilden. Das wiederum wird dafür sorgen, dass du noch besser und noch stärker wirst in dem, was du tust. Du wirst deine Wunschkanzlei erweitern können. Du wirst all die Wachstumsschritte mit voller Kraft gehen können, die du dir von dir selbst und deiner Kanzlei wünschst. Deine Leistungen werden automatisch besser, weil dir jederzeit deine gesamte Leistungsfähigkeit und deine volle Konzentration zur Verfügung steht.

Du wirst dir Zeit nehmen können für all das, was dir wichtig ist.

Du wirst bessere Gewinne in deiner Kanzlei erwirtschaften und das bedeutet, du kannst bessere Rücklagen bilden.

Du kannst dir die Zeit nehmen, dein Leben zu genießen und hast die finanziellen Mittel dazu.

Du kannst die Welt bewundern und reisen und deine Seele baumeln lassen.

Du kannst andere Menschen inspirieren, weil du unglaublich inspirierend bist, wenn du in deiner Kraft bist.

Du kannst richtig, richtig Großes erschaffen.

Du kannst ein Vorbild werden.

Du kannst all das tun und werden, weil du atmen kannst, weil du Sauerstoff hast, weil du Kräfte sammeln kannst, um für alle anderen da zu sein.

Und die Moral von der Geschicht‘

Mein Fazit lautet: Jeder, der in „an sich denkt“ und seine Sauerstoffmaske zuerst aufsetzt, entlässt damit alle anderen aus der Verantwortung, dies für ihn zu tun. Er übernimmt die Verantwortung für sich selbst und setzt damit alle Energien frei, die im Umkehrschluss wiederum allen zugutekommen.

Diese Form von „an sich selbst zuerst denken“ ist also völlig okay. Denn wenn es nicht damit endet, sondern wir uns wirklich mit dieser Kraft und Stärke liebevoll um andere Menschen kümmern, schließt sich damit wieder der Kreis zu diesem, etwas provokanten, Statement: „Wenn jeder an sich denkt, es an alle gedacht“.

Damit wird klar, warum es so unendlich wichtig ist, dass du deine Sauerstoffmaske zuerst aufsetzt und dann richtig was draus machst.

Für heute wünsche ich dir ganz viel Freude in deiner Wunschkanzlei. Denk an deine Sauerstoffmaske und sei immer gut für dich da.

Möchtest du noch mehr Wunschkanzlei Tipps? Die Selbstfürsorge-Serie geht noch ein bisschen weiter, weil ich glaube, dass das ein Dauerbrenner ist, von dem wir alle profitieren können.

Auf meinem Blog, im Podcast und in den Videos findest du auch noch andere Themen und einfache Alltags-Tipps rund um deine Wunschkanzlei. In den kommenden Folgen werde ich das Thema Selbstfürsorge auch nochmal von anderen Seiten beleuchten. Also: Bleib dran!

Denk an dich, kümmere dich gut um dich und schau mal wieder auf www.benita-koenigbauer.de vorbei. Buch dir deinen kostenlosen Strategie-Call, damit wir uns besser kennenlernen können und damit ich mehr darüber lerne, wie ich am besten für dich da sein kann.

Wir sehen uns bald. Vielleicht beim nächsten Wunschkanzlei-Workshop?

Liebe Grüße und bis dann,

Deine Benita


Tags

Berater, Erfolg, Lebenszeit, Selbstfürsorge, Steuerberater, Wachstum, Ziele


Über die Autorin

Ich bin Benita Königbauer, Profit First Professionals-Ausbilderin, zertifizierte Fix-This-Next-Beraterin, Finanz-Coach, Wirtschaftsmediatorin und Steuerberaterin aus München und ich finde: das Unternehmerleben darf auch leicht sein! Falls Du Dich also schon mal gefragt hast, warum manche Unternehmer offenbar einfach mühelos erfolgreich sind und andere scheinbar immer 'von-der-Hand-in-den-Mund" leben, weißt Du schon, wo ich mich am liebsten tummele :)


Außerdem bin ich Übersetzerin für "Bürokratisch - Deutsch", "Umständlich - Deutsch" und "Peinlich - Deutsch" im Bereich Finanzen und Erfolg. Ich schreibe und spreche also über Themen, um die wir gerne einen Bogen machen und deshalb dann eben oft auf der Stelle treten.

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