Juni 17

Ungelegte Eier und verschüttete Milch

Im Leben gibt es zwei Dinge, über die es sich einfach nicht lohnt aufzuregen. Das eine sind ungelegte Eier und das andere ist verschüttete Milch.

Dieser Satz begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Meine Mutter hat ihn mir unendlich oft gesagt, seit ich noch ganz klein war. Und ich finde, er passt grandios zur Wunschkanzlei und ist daher auch der Titel dieser letzten Episode in der Serie: Selbstfürsorge in der Wunschkanzlei geworden. Dieser Satz ist deshalb so wichtig, weil er uns so viel Ärger vom Hals hält und uns viel Stress erspart.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Was sind denn nun eigentlich diese berühmten ungelegten Eier?

Im Grunde genommen sind es all die Themen, über die wir uns aufregen, innerlich meist schon im Vorfeld, bevor überhaupt irgendetwas passiert ist. All das, von dem wir uns vorstellen, das über uns hereinbricht, wenn … passiert.

Wenn wir zum Beispiel einen Termin mit einem bestimmten Mandanten brauchen und wir vorher schon wissen, dass dieser Mandant einfach ungeheuer kompliziert ist, dann befürchten wir schon vorher, dass uns dieser Termin sehr viel Zeit und Nerven kosten wird. 

Wir durchleben dann diese Termin-Situation schon im Vorfeld – oft mehrmals und in allen Facetten und Farben – in unserem Kopf. Entweder ärgern wir uns dann, dass wir den Termin machen müssen oder wir sind genervt oder aufgeregt deswegen. Es ist noch gar kein Aufreger in unserem Leben geschehen und doch durchleben wir die Situation innerlich auf Dauerwiederholung und ganz häufig sind es auch gar keine konkreten Dinge, sondern nur Befürchtungen. 

Wir Menschen können mit unseren Gedanken sowohl in der Zukunft als auch in der Vergangenheit leben. Das ist auf der einen Seite eine grandiose Sache, denn wir können uns an Urlaube erinnern und unsere Zukunft planen. Das ist etwas Wunderschönes. Aber auf der anderen Seite ist es natürlich auch eine Beschränkung, da wir es oft damit übertreiben. Nämlich, wenn wir übermäßig in der Zukunft unterwegs sind und uns Sorgen über ungelegte Eier machen oder übermäßig in der Vergangenheit unterwegs sind und uns Sorgen über verschüttete Milch machen.

Was ist überhaupt verschüttete Milch?

Das ist der jeweilige Gegenpart zu den Ängsten über die Zukunft. Verschüttete Milch im Kontext mit der Wunschkanzlei, sind Dinge, die schon passiert sind. Die sind vielleicht blöd, ziehen einen Rattenschwanz an Ärger nach sich oder wir empfinden sie als peinlich. Ganz häufig empfinden wir Dinge als peinlich und alle anderen sehen das gar nicht so eng – doch das wäre sowieso egal, denn es ist auf jeden Fall schon passiert. Der Sachverhalt ist einfach passiert, die Situation ist schon eingetreten und wir können überhaupt nichts mehr daran ändern.

Es ist, wie es ist und wir können die Zeit nicht zurückdrehen.

Das ist so, wie wenn man irgendwo anruft, auf den Anrufbeantworter spricht und sich dann hinterher denkt: Oh je, was war das jetzt eigentlich für ein Kauderwelsch? Dann möchte man nochmal anrufen und die Aufnahme wieder löschen.

So funktioniert das Leben aber nicht. Wir können nicht wieder zurück und deshalb ist es müßig, sich viele Gedanken darüber zu machen.

Selbstverständlich tun wir es trotzdem, da wir einen gewissen Anspruch an uns haben, weil wir uns über uns selber ärgern oder wir uns wünschen, dass es irgendwie anders passiert wäre. Wir müssen schlicht und einfach auch durch bestimmte emotionale Phasen und emotionale Prozesse durch, bevor wir eine Sache ruhen lassen können. Das ist in Ordnung.

Nichtsdestotrotz ist es unglaublich wichtig, dass du das Hadern mit dem, was geschehen ist, so schnell wie möglich hinter dich bringst. Denn, erst wenn du all die Emotionen hinter dir gelassen hast, wenn du für dich aus dem Hadern herausgetreten bist, dann kommst du in deine eigene Lösungskompetenz und deine eigene Lösungsenergie. 

Denn solange du haderst, passiert überhaupt nichts Positives, nichts Gutes, nichts geht voran, außer dass in deinem Körper ein riesengroßer Stresslevel herrscht – und das auch noch zusätzlich zu dem Ärger, den die vergangenen Geschehnisse ohnehin vielleicht für dich mitbringen, im Rahmen der Bereinigung und der Aufräumarbeiten. 

Die Frage ist also: wie sehr lohnt es sich, in dieser Situation zu verharren und sich wieder und wieder Gedanken darüber zu machen, was man hätte besser machen sollen?

Natürlich ist es schon sinnvoll, ein bisschen darüber nachdenken, wie es denn dazu gekommen ist und wie wir das in Zukunft verhindern könnten. Das ist der konstruktive Teil des Rückblicks in die Vergangenheit. Aber der Teil des Ärgerns und Haderns ist nutzlos. Das schüttet nur Stresshormone in deinem Körper aus, belastet dich und hält dich viel länger in der Schlaufe dessen, was passiert ist, in der Schlaufe der verschütteten Milch.

Lass es raus und dann lass es sein

Also befreie dich aus dieser Endlosschleife, erkenne bewusst an:

Ja, okay, das ist passiert und es ärgert mich. Ich nehme mir jetzt fünf Minuten, schimpfe, meinetwegen fluche ein wenig, gehe eine Runde ums Haus und verausgabe mich körperlich, damit ich diesen Stress aus meinem System lassen kann. Und dann ist es aber auch gut.

Dann setze dich hin und wische die verflixte Milch einfach auf. Wenn du bei deinem Rückblick etwas erkannt hast, was du in der Zukunft anders machen möchtest, kannst du das noch als Lernerfolg in deine Prozesse einfügen. Und wenn da nichts mehr zu holen ist für die Zukunft, dann lass die Vergangenheit sein, wisch deine Milch auf und kümmere dich um das, was jetzt dran ist in deinem Leben.

Also zwei Dinge, über die man sich nicht aufregen sollte, sind: die Dinge, die noch überhaupt nicht passiert sind und von denen wir in den meisten Fällen überhaupt nicht wissen, ob sie überhaupt passieren. Und wenn ja, passieren sie so?

Wer von uns hat sich noch nicht dabei ertappt, dass er ganz Furchtbares antizipiert hat und dachte: Oh mein Gott, das wird bestimmt ganz grauenvoll! Und hinterher hast du gedacht: Man, das war einfach.

Wie gehst du nützlich damit um?

Die ungelegten Eier, die in der Zukunft liegen, die überhaupt noch nicht passiert sind – über die kann man ein bisschen aufgeregt sein, aber damit sollte es dann auch gut sein. Vertraue einfach darauf, dass du alles hast, was du brauchst, um diese Brücke zu überqueren, wenn du dort bist. Du musst die Brücke nicht im Geiste 100 Male überqueren und dir die schlimmsten Szenarien ausmalen, das ist nicht hilfreich.

Geh hin. Entscheide, Ja oder nein, und dann geh. Vertraue darauf, dass du gesund und munter am anderen Ende der Brücke ankommst. 

Bei verschütteter Milch, konzentriere dich darauf, was das Positive an der Situation ist.

Was kannst du daraus mitnehmen, damit sich der Mist wenigstens gelohnt hat?

Was bringt es dir, dich nicht mehr auf diese beiden großen Aufreger zu konzentrieren?

Überleg‘ mal ganz scharf.

Zwischen ungelegten Eiern und verschütteter Milch existieren gar nicht wirklich viele Aufreger.

Die meisten unserer täglichen Ärgernisse begründen sich entweder im einen oder im anderen und sie holen dich aus deiner persönlichen Kraft. Es sind schwarze Löcher, in die du Energie investierst, die du so gut gebrauchen könntest, um dich auf das zu konzentrieren, was jetzt gerade ansteht und was für dich im Hier und heute wichtig ist. Für alles, was dich voranbringt und was du für deine Zukunft erwartest. 

Im Hier und Jetzt liegt der Zauber deiner Wunschkanzlei.

Im Hier und Jetzt liegt der Zauber deiner eigenen Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit. Hier und jetzt kannst du wirklich etwas verändern und kannst auch etwas für die Zukunft gestalten. Darum wünsche ich mir heute für dich, dass du für dich lernst, ganz klar zu erkennen:

Habe ich hier ungelegte Eier? Habe ich hier verschüttete Milch?

Wenn ja, dann sieh zu, dass du so schnell wie möglich damit klarkommst und dich wieder auf das konzentrieren kannst, was du im Hier und Jetzt an deiner Wunschkanzlei für dich positiv gestalten kannst. 

 

Wenn du gern mehr solche Tipps möchtest, dann besuche mich doch einfach auf www.benita-koenigbauer.de, in den sozialen Netzwerken oder komm in eine unserer offenen Workshops, oder abonniere dir den Podcast

Es würde mich riesig freuen, wenn du das, was dir hier gefällt und was dich weitergebracht hat, mit deinen Freunden teilst. Denn wir möchten möglichst viele Menschen mit dem Gedanken der Wunschkanzlei erreichen, sodass in Zukunft mehr Menschen in ihrer Kraft, im Hier und Jetzt, ihr Leben positiv voranbringen können.

Bis bald,

Deine Benita


Tags

Abenteuer Wunsch-Kanzlei, Berater, Business, Erfolg, Lebenszeit, Steuerberater, Wachstum, Wunschbusiness, Ziele


Über die Autorin

Ich bin Benita Königbauer, Profit First Professionals-Ausbilderin, zertifizierte Fix-This-Next-Beraterin, Finanz-Coach, Wirtschaftsmediatorin und Steuerberaterin aus München und ich finde: das Unternehmerleben darf auch leicht sein! Falls Du Dich also schon mal gefragt hast, warum manche Unternehmer offenbar einfach mühelos erfolgreich sind und andere scheinbar immer 'von-der-Hand-in-den-Mund" leben, weißt Du schon, wo ich mich am liebsten tummele :)


Außerdem bin ich Übersetzerin für "Bürokratisch - Deutsch", "Umständlich - Deutsch" und "Peinlich - Deutsch" im Bereich Finanzen und Erfolg. Ich schreibe und spreche also über Themen, um die wir gerne einen Bogen machen und deshalb dann eben oft auf der Stelle treten.

Diese Blogartikel könnten dir auch gefallen:

Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar zu diesem Artikel:

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>