In 12 Wochen mehr erreichen als in einem Jahr

in 12 Wochen mehr erreichen als in einem Jahr

»In 12 Wochen mehr erreichen als andere in einem ganzen Jahr.«

Das klingt schon irgendwie spannend, wenn man das so hört.

Als ich es das erste Mal gehört habe, dachte ich mir: Wie soll das funktionieren? Das kann im Leben nicht stimmen!

Und dann habe ich es ausprobiert, weil ich immer alles ausprobiere, was ich irgendwie spannend finde. Und tatsächlich: ich habe festgestellt, dass da etwas dran ist.

Vielleicht hast du das Buch „The 12 Week Year“ von Brian Moran schon einmal gelesen? Falls du es getan hast, lies es noch einmal, falls du es jetzt noch nicht für dich implementiert hast.

Falls du es noch nicht gelesen hast, solltest du es dir unbedingt besorgen. Es gibt auch eine deutsche Version davon. Auf Deutsch heißt es: »Das 12-Wochen-Jahr: Wie Sie in 12 Wochen mehr schaffen als andere in 12 Monaten«. Dieses Buch ist wirklich Gold wert.

Stelle deine Ziele nicht hinten an

Tatsächlich ist es nämlich so, dass wir unsere eigenen Ziele nicht mit höchster Priorität belegen, sobald andere Dinge in unser Leben treten, die uns irgendwie dringender, wichtiger oder opportuner erscheinen. In diesen Momenten sind unsere eigenen Ziele diejenigen, die wir immer hinten anstellen, weil wir selbst ja die einzigen sind, die ein originäres Interesse an ihrer Verwirklichung haben und niemand anders setzt sich dafür ein.

Wir haben bereits in einem anderen Beitrag darüber gesprochen, wie du es hinbekommen kannst, deine eigenen Ziele genauso hoch zu priorisieren, wie die Ziele anderer Menschen in deinem Leben, und das 12-Wochen-Jahr ist ein wichtiger Bestandteil davon.

Der berühmte letzte Drücker

Die Theorie ist schnell erzählt: Brian Moran hat beobachtet, dass in der Wirtschaft die meisten Umsätze, die größten Ergebnisse oder die wichtigsten Schritte kurz vor Toresschluss erreicht werden, also kurz vor einer Deadline.

Parkinsons Gesetz

Das deckt sich auch mit dem Parkinsonschen Gesetz. Dieses Gesetz besagt unter anderem, dass Dinge so lange dauern, wie man dafür Zeit hat.

Tja, und wenn ich ein ganzes Jahr Zeit habe, um ein bestimmtes Ziel zu verwirklichen, dann erscheint es mir in den ersten 1 bis 2 Quartalen auf meiner täglichen To-do-Liste oft nicht so wahnsinnig dringend, denn: Ich habe ja noch Zeit.

Wichtiges wird irgendwann auch dringend

Genau dieser Gedanke führt dann dazu, dass wir am Ende eben keine Zeit mehr haben, dass es dann furchtbar dringend wird und wir unheimlich ranklotzen müssen, damit wir es am Ende doch noch schaffen, unser Ziel zu erreichen.

12 Monate = 12 Wochen

Genau diese Energie macht sich das 12-Wochen-Jahr zunutze.

Die Theorie dahinter ist, dass zwölf Wochen einem Zeitraum von zwölf Monaten entsprechen sollen und in der Folge ein Tag einer Woche.

Normalerweise hat eine Woche fünf Werktage und ein Monat hat 4 bis 5 Wochen. Das heißt, ein Werktag entspricht im 12-Wochen-Jahr einer Woche.

Ziel-Zeiträume überschaubar machen

Wenn wir uns auf ein Ziel festlegen, das wir innerhalb von zwölf Wochen erreichen wollen, haben wir damit die Möglichkeit,  wir das sehr genau herunterbrechen können.

Ein zwölf Wochen Zeitraum ist etwas, was wir mit unserem Hirn recht gut kalkulieren und erfassen können. 12 Wochen sind auch nicht so lang ist, dass bei uns Langeweile oder eine gewisse wenig nützliche Gemütlichkeit aufkommt.

Verschaffe deinem Ziel Präsenz

Das bedeutet, wir haben automatisch deutlich mehr Präsenz für dieses Ziel in unserem Leben, wenn wir planen, es in einem Quartal, also in zwölf Wochen zu erreichen.

Diese Präsenz sorgt dafür, dass deine persönlichen Ziele einen anderen Stellenwert auf deiner To-do-Liste erlangen. Denn du willst sie eben in zwölf Wochen verwirklicht haben und nicht erst in zwölf Monaten.

Alleine dadurch, dass du deinen Zielen einen höheren Stellenwert einräumst, vergrößerst du die Wahrscheinlichkeit unglaublich, dass du mit deinen Zielen auch tatsächlich vorankommst.

Denn ganz häufig ist es nicht so, dass wir nicht wissen, was wir tun sollen. Es ist nicht, dass wir unser Ziel nicht erreichen wollen oder sonst irgendetwas. Nein, es ist so, dass sich andere Dinge, dringlichere Aufgaben sich in den Vordergrund spielen.

Oft sind das auch Dinge, die nicht auf deine Mission einzahlen, die nicht auf deine Ziele einzahlen. Sondern es ist vielleicht der Mandant, der besonders laut schreit oder zum Beispiel auch gesetzliche Vorgaben, die uns plötzlich ereilen und die dann in einer bestimmten Zeit erledigt werden müssen. All diese Dinge drängeln sich in den Vordergrund und verdrängen unsere eigenen Ziele weiter nach hinten.

Du und deine Ziele haben Besseres verdient

Doch je mehr du deine Ziele dabei unterstützt, in deinem Sichtfeld zu bleiben, umso wahrscheinlicher ist es, dass du sie nicht hinten herunterfallen lässt. Andernfalls wirst du entweder sehr, sehr gestresst damit sein, noch irgendetwas davon umzusetzen oder du gibst es auf, mit einer gewissen Enttäuschung und denkst dir vielleicht: Na ja, es ist wieder nichts geworden. Vielleicht probiere ich es nochmal im nächsten Jahr.

Wenn das mit deinen eigenen Zielen passiert, wäre es zu schade und das hast du auch nicht verdient.

Denn du arbeitest jeden Tag sehr hart und du erfüllst so viele Ziele und Prioritäten anderer Menschen, dass deine Ziele und deine Prioritäten ebenfalls einen entsprechend großen Raum verdient haben. Und diesen Raum zu schaffen, gelingt dir leichter, wenn du in etwas kürzeren Zeitfenstern lebst und denkst.

Community schafft Erfolg

Das ist auch ein klassisches Ergebnis, das ich bei meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Love your Business SPRINT beobachte.

Der SPRINT ist auf 90 Tage ausgelegt und jeder wir legen uns im Vorfeld auf ein bestimmtes Ziel, auf ein bestimmtes Ergebnis fest. Häufig geht es zum Beispiel darum, an irgendeinem Punkt in unseren Kanzleien unserer Wunschkanzlei einen Schritt näher kommen. Es kann aber auch jedes Ziel sein, das dir in diesen 90 Tagen wichtig ist. 

Das bedeutet im Grunde:

Etwas, das jetzt noch nicht in unserem Leben ist oder etwas, das in unserem Leben ist, das aber verschwinden müsste, damit es sich mehr nach Wunschkanzlei anfühlt, wird zum Fokus dieser zwölf Wochen.

Diese zwölf Wochen planen wir dann rückwärts und schauen darauf:

Was muss denn in Woche zwölf passieren, damit das Ziel final erfüllt wird?

Was muss in Woche elf passieren, damit wir in Woche zwölf tatsächlich so weitermachen können?

So planen wir unseren Weg rückwärts bis zu dem Tag, an dem der SPRINT beginnt.

Bleib flexibel

Immer wieder beobachte ich dabei, wie sich die Meilensteine meiner Teilnehmer unterwegs ändern. Und das ist ein gutes Zeichen, denn selbstverständlich entdecken wir unterwegs Dinge, die wir bei unserer Planung nicht absehen konnten.

Nichtsdestotrotz haben diese Ablenkungen, die sich da versuchen, Raum zu verschaffen, im Laufe dieser zwölf Wochen nicht die Chance dich von deinem Ziel abzubringen, denn du hast einen Plan und du hast Menschen, die dich daran erinnern.

Ein Plan darf auch mal umgeplant werden

Wenn wir einen Plan haben, dann haben wir etwas, was wir agil umplanen können, falls unvorhergesehene Dinge passieren.

Doch ohne Plan und mit nur einem ungefähren Ziel im Kopf, planen wir nicht um, wenn unvorhergesehene Dinge in unserem Leben passieren. Das ist das Geheimnis.

Vielleicht kennst du das selbst aus deinem Privatleben: Wenn du beispielsweise einen Zahnarzttermin in einem halben Jahr vereinbarst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du auch tatsächlich um diesen Zeitpunkt herum zum Zahnarzt gehst – selbst wenn der ursprüngliche Termin nicht geklappt hat.

Das liegt daran, dass du den Termin in deinem Kalender eingetragen hast und ihn deshalb nicht einfach verpasst, sondern umgeplant hast. Andernfalls ist es gut möglich, dass du den Vorsorgetermin vergisst und dich erst viel später daran erinnerst, wenn du vielleicht schon Zahnschmerzen hast. 

Genauso verhält es sich mit allen anderen Prioritäten in deinem Leben. Du planst sie ein, aber ob sie sich am Ende tatsächlich genau so verwirklichen, hängt schlicht und einfach vom Leben ab.

Doch wenn du sie bereits geplant hast, und dann unvorhergesehene Dinge passieren die dich von deinem Plan abbringen wollen, kannst du dich fragen:

Was ist mein neuer Plan?

Das bedeutet, du wirst neue Zeitpunkte, neue Schritte, vielleicht einen kleinen Umweg einplanen, um dein Ziel trotzdem noch weitgehend im anvisierten Zeitraum zu erreichen.

Der Plan wird zur gelebten Realität

Das ist die Magie des zwölf Wochen Jahres. Es fühlt sich für dich so viel realer an, weil du die Schritte klar geplant hast und weißt, dass du nur noch einen begrenzten Zeitraum hast, um dein Ziel zu erreichen. Du kannst ihn nutzen, um deine Pläne flexibel anzupassen und sicherzustellen, dass dein Ziel noch Wirklichkeit wird.

 

Ich würde dich sehr gerne bei diesem Prozess unterstützen. Zu jedem Quartalsbeginn beginne ich mit maximal 8 Teilnehmern einen neuen Love your Business SPRINT, und du erhältst die Möglichkeit, dir ein 12 Wochen Jahr .

Gleichzeitig hast du eine ganze Community hinter dir, die gemeinsam mit dir ihre jeweiligen Ziele verfolgt. Zusätzlich zu meiner Begleitung könnt ihr einander unterstützen, euch motivieren, Erfolge feiern und auch mal den nötigen Schubs geben, wenn es angebracht ist.

Wenn du selbst vielleicht nicht die Energie hast, deine Ziele hochzuhalten, hast du hier Freunde und Partner an deiner Seite. Sie werden dich an diesen Punkten erinnern und dir den Rückenwind geben, den du brauchst, um dich gegen die gravierenden Dinge in deinem Leben durchzusetzen, die versuchen, dich von deinen eigenen Zielen und Prioritäten abzulenken.

Das ist, was ich dir heute mit auf den Weg geben möchte:

Stelle deine Prioritäten mindestens auf dieselbe Stufe wie alle anderer Leute Prioritäten.

Wir sind sehr, sehr gut darin, andere Leute Prioritäten mit der höchsten Aufmerksamkeit zu behandeln und dabei unsere eigenen zu vergessen.

Jetzt ist es an der Zeit, dass du für dich selbst entscheidest, dass deine Prioritäten genauso wichtig sind wie die der anderen – mindestens genauso wichtig. Du solltest ihnen die Chance geben, Wirklichkeit zu werden!

Das ist der Plan, und ich würde mich sehr freuen, wenn ich dich dabei unterstützen kann.

Bis dahin, liebe Grüße von deiner

Benita.

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Über die Autorin

Benita Königbauer

Ich bin Benita, Business Mentorin, Profit First Professionals-Ausbilderin, zertifizierte Fix-This-Next-Beraterin, Wirtschaftsmediatorin und Steuerberaterin aus München und ich finde: das Unternehmerleben darf auch leicht sein! Falls Du Dich also schon mal gefragt hast, warum manche Unternehmer offenbar einfach mühelos erfolgreich sind und andere scheinbar immer 'von-der-Hand-in-den-Mund" leben, weißt Du schon, wo ich mich am liebsten tummele 🙂

Außerdem bin ich Übersetzerin für "Bürokratisch - Deutsch", "Umständlich - Deutsch" und "Peinlich - Deutsch" im Bereich Finanzen und Erfolg. Ich schreibe und spreche also über Themen, um die wir gerne einen Bogen machen und deshalb dann eben oft auf der Stelle treten.

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