Februar 11

Wenn du nichts tust, dann tut sich nichts

„Wenn du nichts tust, dann tut sich nichts.“

Diesen Satz habe ich neulich bei Katrin Hill gelesen und konnte mich sofort 100 Prozent damit identifizieren. Deshalb wollte ich dazu auch auf jeden Fall einen Blogartikel für dich schreiben.

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Positiv denken allein reicht nicht

Es tut mir leid, wenn ich dich damit ein bisschen auf den Teppich holen muss. Doch da draußen gibt es so viele, die dir sagen: Wenn du dein Problem kennst und nur positiv genug denkst, dann wirst du auf wundersame Weise automatisch vorankommen. Den Zahn muss ich dir an dieser Stelle ziehen, leider. Obwohl ich ja selber ein bisschen “woo-woo” bin: Positives Denken löst keine Probleme!

Auch das Wissen um dein Problem löst es nicht von allein. Ich erlebe es jeden Tag: wenn Menschen – überwiegend Kanzleiinhaber – in meine Welt kommen, kommen sie nicht, weil sie keine Ahnung hätten, dass in ihrer Kanzlei etwas nicht rund läuft oder sogar, was genau in ihrer Kanzlei nicht rund läuft. Sie kommen auch nicht, weil sie nicht wüssten, was in Ihren Augen anders sein sollte … und doch kommen sie zu mir. 

Sie kommen, weil sie das Gefühl haben, sie bleiben stecken in dem Wissen über ihr Problem und dem Wissen, was Sie gerne anders hätten. Sie haben das Gefühl, es fehlt Ihnen dieser eine besondere Puzzlestein, dieser eine wichtige – und vor allem richtige – erste Schritt. Auf der einen Seite sind das Wissen und das positive Denken ein total schöner Lösungsansatz, auf der anderen Seite hält uns das maximal auf. Denn es ist einfach nicht genug!

Klarheit ist auch nicht alles

Ich verstehe das. Wir haben momentan wirklich weniger Zeit denn je, Umwege in Kauf zu nehmen und eventuell nicht mit dem besten und zielführendsten ersten Schritt zu beginnen. Natürlich wäre es wünschenswert, von Anfang an vollkommene Klarheit darüber zu haben, welcher denn nun wirklich der beste und zielführende Weg ist, um unser Problem zu lösen. 

Erst kommt das die Klarheit und dann kommt das Handeln.

Oft sage ich genau das, denn ich bin wirklich ein großer Fan von Klarheit. Klarheit ist quasi mein zweiter Vorname. Tatsächlich aber sage ich es deswegen, weil wir als Menschen dieses Gefühl von „Wir haben einen Step by Step Plan“ oder „Die fünf Schritte zum Irgendwas“ oft brauchen, um überhaupt den Mut zu fassen, mitten im Sturm den ersten Schritt zu gehen. Aus diesem Grund kommt die Klarheit für mich immer zuerst, wenn ich mich entscheiden muss. 

Trotzdem: Klarheit allein löst auch nicht dein Problem. Du musst auch ins Handeln kommen. Du musst in die Umsetzung kommen. Wenn du mich kennst, dann weißt du, dass ich das Wort „muss“ so gut wie nie in den Mund nehme. Doch hier ist es wirklich ein Muss! Ohne Handeln wirst du mit deinem Problem nicht weiterkommen. 

Wenn du nichts tust, dann tut sich nichts.

Raus aus dem Dilemma

Wie kannst du dieses Dilemma nun für dich auflösen?

Du willst erst die Klarheit – sollst aber auch handeln. Du möchtest keine Umwege – willst aber den zielführendsten, besten ersten Schritt erwischen. Wie kommst du aus dieser Nummer heraus? Wie kannst du dich aus der Falle befreien, durch die du immer wieder am jeweils anderen Ende landest und trotzdem einfach nicht vorankommst?

Ich verrate es dir: Du musst nicht Klarheit über die gesamte Reise, über den gesamten Weg und das gesamte Ergebnis haben. All das musst du jetzt noch nicht wissen. Es reicht vollkommen, dass du Klarheit darüber hast, dass du einen ersten Schritt gehen möchtest und dass du eine ungefähre Vorstellung von der Himmelsrichtung hast, in die dich dieser erste Schritt führen soll. 

Ab diesem Moment wechseln sich Klarheit und Handeln ab.

Du findest die Klarheit, zu sagen: „Mit diesem Schritt werde ich es jetzt mal versuchen.“ Du gehst diesen entscheidenden ersten Schritt und wenn du ihn gegangen bist, wirst du Klarheit darüber finden, ob dieser Schritt der richtige für dich ist.

Das bedeutet für dich, einfach mal loszugehen, ohne das Gesamtbild schon zu kennen, ohne den Gesamtplan vor dir ausgelegt zu haben. Sei gewiss: es passiert nichts Schlimmes, denn selbst, wenn es nicht der perfekte erste Schritt war, brauchst du nicht den gesamten Umweg zu gehen, sondern darfst bei jedem einzelnen deiner Schritte neu evaluieren: Gehe ich hier weiter? Oder will ich meinen Kurs nachjustieren? 

Dort, wo du mit dem ersten Schritt landest, entscheidest du neu. Gefällt es mir hier oder will ich es ein wenig anders haben?

Diese Klarheit, dieses Wissen kannst du erst bekommen, wenn du den Schritt gegangen bist.

Raus aus dem Gewohnten

Idealerweise nimmst du dir jetzt gleich oder zumindest heute noch 15 Minuten deiner Zeit, gehst weg von deinem Schreibtisch und tust etwas ganz anderes als sonst. Geh eine Runde ums Haus, schneide Gemüse auf oder mach irgendetwas anderes, völlig egal was es ist. Hauptsache du gehst raus aus dem Setting, in dem du dich normalerweise im Kreis drehst.

In diesen 15 Minuten entscheidest du dich dafür was dich momentan als Kanzleiinhaber stört und für deinen ersten Schritt, mit dem du genau das verändern möchtest.

Wenn du diesen Schritt nicht sofort unternehmen kannst, dann machst du es zu einem klaren Commitment dir selbst gegenüber, wann genau du diesen ersten Probier-Schritt gehst. Und dann halte dich daran!

Plane diesen ersten Schritt, gewinne Klarheit darüber

  • ob es dir an dem Ort gefällt, an dem du jetzt stehst
  • ob du auf diesem Weg, in dieser Richtung weitergehen möchtest
  • oder ob du eine kleine Kurskorrektur vornehmen möchtest.

Wenn das dann gut funktioniert hat, dann geh den nächsten Schritt.

Du musst den Motor starten

Veränderung ist ein Perpetuum mobile und es lebt davon, dass du es startest, also einmal bewusst die äußerste Kugel nimmst, sie hochhältst und gegen die anderen Kugeln prallen lässt. 

Wenn du das getan hast, energetisiert sich die Bewegung im Perpetuum mobile – in deiner Veränderung zur Wunschkanzlei – aus sich selbst heraus. Das heißt, alles steht und fällt mit deinem ersten Schritt, mit dem Mut zu sagen: 

„Ja, ich will Klarheit, und mir reicht die Klarheit über meinen ersten Schritt und über die ungefähre Himmelsrichtung, wo es hinführen darf“.

Vielleicht magst du deine Gedanken dazu teilen? Vielleicht möchtest du mir einen Kommentar dazu geben oder mir eine Nachricht dazu senden?

Oder du buchst dir einen kostenlosen Strategie-Call und wir sprechen darüber, was dein bester erster Schritt sein kann.

Ich freue mich auf dich.

Deine Benita

 


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Über die Autorin

Ich bin Benita Königbauer, Profit First Professionals-Ausbilderin, zertifizierte Fix-This-Next-Beraterin, Finanz-Coach, Wirtschaftsmediatorin und Steuerberaterin aus München und ich finde: das Unternehmerleben darf auch leicht sein! Falls Du Dich also schon mal gefragt hast, warum manche Unternehmer offenbar einfach mühelos erfolgreich sind und andere scheinbar immer 'von-der-Hand-in-den-Mund" leben, weißt Du schon, wo ich mich am liebsten tummele :)


Außerdem bin ich Übersetzerin für "Bürokratisch - Deutsch", "Umständlich - Deutsch" und "Peinlich - Deutsch" im Bereich Finanzen und Erfolg. Ich schreibe und spreche also über Themen, um die wir gerne einen Bogen machen und deshalb dann eben oft auf der Stelle treten.

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