Oktober 28

Lass die Snooze-Taste los!

Irgendwann kommt der Moment, an dem es keine Entschuldigungen mehr gibt.
Entweder du bist bereit, alles zu tun, um dein Ziel zu erreichen, oder du bist es nicht.

Lass mich hier eines ganz klar sagen: Beides ist in Ordnung. Es gibt an dieser Stelle kein richtig oder falsch. Es gibt nur ein richtig für dich oder eben nicht richtig für dich. Aber hör‘ bitte auf, es auf Dinge im Außen zu schieben. Hör bitte auf, dir zu erzählen, dass du erst noch x, y, z tun musst oder dass erst noch x, y, z passieren muss, bevor du für dich selbst und für deine Ziele eintrittst.

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Die Snooze-Taste lügt dir in die Tasche

Es ist ein kleines bisschen so, wie das Märchen vom früh aufstehen. Wir stellen den Wecker auf sechs und dann drücken wir insgesamt fünf bis sechsmal die Snooze-Taste und stehen dann doch erst um 6:30 auf.

Dann kannst du dich auch gleich dafür entscheiden, dass du überhaupt nicht wirklich um 6:00 aufstehen willst, sondern deinen erholsamen Schlaf lieber bis um 6:30 genießt. Das ist genau die gleiche Aufstehzeit – also genau das gleiche Resultat – doch das Ergebnis ist so viel besser, weil du in der Zwischenzeit nicht sechsmal einen Stressfaktor ausgelöst hast, um dann trotzdem zur selben Zeit aufzustehen. Stattdessen konntest du bis dahin deinen erholsamen Schlaf genießen.

Dieser Gedanke gilt übrigens nicht nur fürs Aufstehen, er gilt auch für alles andere in deinem Leben und in deinem Business, das mit „sollte“, „müsste“ und „möchte“ beginnt. All das sind nichts anderes als Erwartungen und ganz häufig sind es nicht einmal unsere eigenen Erwartungen, sondern die Erwartungen anderer Menschen. Oder das, was wir rund um uns herum aufgenommen haben, was wir bei anderen gesehen haben und was wir in irgendeiner Form für erstrebenswert halten.

Wer bist du wirklich?

Also schaffe einmal ganz allein für dich vollständige Klarheit. Bist du wirklich jemand, der zum Beispiel um 6:00 aufstehen will? Möchtest du deinen Arbeitstag von 9 bis 5 gestalten? Machst du wirklich gerne Sport? Bist du jemand, der tatsächlich gerne seine Ernährung umstellen möchte? Jemand, der jeden Sonntag pflichtschuldig seine Oma anruft? Möchtest du dir die Verantwortung für große Kunden oder große Mandate ans Knie nageln oder lieber eine Vielzahl kleiner Aufträge abwickeln?

Und auch hier gibt es kein Richtig und kein Falsch. Sondern es geht um die Frage:

Bin ich wirklich der Mensch, der genau das aus tiefstem Herzen will oder tue ich das eigentlich nur, um anderer Leute Erwartungen zu erfüllen?

  • Willst du wirklich Mitarbeiter oder bist du lieber ein einsamer Wolf?
  • Willst du wirklich das schicke Büro in der Bestlage deiner Stadt oder bist du lieber mobil und unabhängig?
  • Möchtest du deine Kinder in den Hort bringen oder willst du deine ideale Woche so gestalten, dass du sie nach der Schule oder dem Kindergarten zu Hause haben kannst?
  • Willst du wirklich einen Pflicht-Anruf tätigen oder möchtest du vielleicht viel lieber deinen Laptop einpacken und deine Oma für ein paar Tage besuchen?
  • Willst du wirklich bei jedem neuen Kundenauftrag eine neue Herausforderung haben oder genießt du zwischendrin vielleicht auch ganz gerne etwas ruhigere Fahrwasser?

Kein richtig, kein falsch – es geht nur darum, dich wahrhaftig anzuerkennen. Als der Mensch, der oder die du wirklich bist, völlig losgelöst von gesellschaftlichen Erwartungen.

Was WILLST du wirklich – ohne sollte, könnte, müsste …

Wer bist du, abseits von all diesem „sollte, könnte und müsste“, hin zu dem, was sich für dich in deinem Leben gut und richtig und wohl anfühlt?

Wenn du diese Frage für dich beantwortet hast, versuch einmal diese verflixte Snooze-Taste in deinem Leben loszulassen. Mach dich frei von all diesen Erwartungen, von den ganzen „Solltest“ und „Müsstest“ und bekenne dich gleich zu der Variante von dir und deinem Leben, die du wirklich bist und willst.

Du kannst jeden Tag nur einmal leben und ich finde, deine Lebenszeit ist viel zu schade, um sie mit einer müden Hand auf der Snooze-Taste zu verbringen.

Wie kannst du loslassen?

Als Erstes, überlege dir:

  • Warum drücke ich überhaupt die Snooze-Taste?
  • Welchen gefühlten Vorteil bringt mir die Snooze-Taste?
  • Welche klare Entscheidung hat in meinem Leben bisher gefehlt?

Und dann frage dich:

  • Was kannst du heute tun, um dir selbst ein bisschen näher zu kommen?
  • Wie kannst du dein Leben einzurichten, dass du keine Snooze-Taste mehr braucht?
  • Welche anderen Möglichkeiten hast du, diesen gefühlten Vorteil zu erhalten?

Mach´ dich locker und triff eine Entscheidung!

Du musst keine ruckartigen Veränderungen vornehmen. Du musst auch nicht alles auf einmal ändern. Im Grunde musst du überhaupt nichts ändern, wenn du das nicht wirklich willst.

Aber wenn du es willst, dann schuldest du dir selbst eine Antwort auf die Frage:

Wo lügst du dir selber in die Tasche mit „sollte“ und „müsste“ und stehst eigentlich nicht für das ein, was du wirklich willst. Wo benutzt du die bildliche Snooze-Taste, weil du dir selber noch erzählst: Du bist noch nicht so weit, du musst erst noch… .

Schau genau hin und dann triff  eine Entscheidung.

Die schlimmste Entscheidung, die wir in unserem Leben treffen können, ist es keine Entscheidung zu treffen und Dinge einfach passieren zu lassen.

Lieber triffst du eine Entscheidung, probierst etwas aus, stellst dann fest, das ist nicht mein Ding und probierst etwas anderes aus.

Triff eine Entscheidung! Willst du oder willst du nicht? Beides ist in Ordnung. Hauptsache du triffst eine bewusste und selbstbestimmte Entscheidung und machst dann diese Schublade in deinem Kopf ein für alle Mal zu. Zumindest aber so lange, bis sich dein Gefühl diesbezüglich ändert.

Wenn du nicht der Mensch für Frühsport bist, dann verlang es nicht von dir. Vielleicht bist du jemand, der gerne in der Mittagspause spazieren geht. Oder vielleicht bist du jemand, der gerne abends noch irgendwelche Trainingseinheiten einschiebt. Du musst keinen Frühsport machen, wenn du es eigentlich nicht willst – egal, was der Rest der Welt sagt. Und das ist nur eines von unzähligen Beispielen, wie wir uns manchmal unser Leben schwieriger gestalten, als es nötig ist.

Entscheide dich für deine Variante und mach die Schublade der anderen Varianten für den Moment wirklich zu.

Mache deinen Frieden mit deiner Entscheidung und genieße die Freiheit, die sich für dich daraus ergibt.

Es ist dein Leben. Niemand sonst kann es für dich leben und denk dran: was immer du heute tust, tu es mit dem Selbstbewusstsein eines 4-Jährigen in einem Batman T-Shirt 😉

Ich wünsche dir ganz viele großartige, selbstbewusste und selbstbestimmte Entscheidungen in dieser Woche und bin sehr, sehr gespannt, was du darüber denkst. Wenn du magst, hinterlasse mir gerne einen Kommentar. Oder schreib mir, wo und an welcher Stelle deine Hand auf der Snooze-Taste lag und ob du dich nun anders entschieden hast.

Wenn du dir Unterstützung dabei wünschst, lass uns herausfinden, wie wir deine Snooze-Taste in Rente schicken! 

Bis bald und alles Liebe.

Deine Benita

 


Tags

Abenteuer Wunsch-Kanzlei, Erfolg, Freiheit, Lebenszeit, Selbstfürsorge, Selbstwert, Wunschbusiness, Ziele


Über die Autorin

Ich bin Benita Königbauer, Profit First Professionals-Ausbilderin, zertifizierte Fix-This-Next-Beraterin, Finanz-Coach, Wirtschaftsmediatorin und Steuerberaterin aus München und ich finde: das Unternehmerleben darf auch leicht sein! Falls Du Dich also schon mal gefragt hast, warum manche Unternehmer offenbar einfach mühelos erfolgreich sind und andere scheinbar immer 'von-der-Hand-in-den-Mund" leben, weißt Du schon, wo ich mich am liebsten tummele :)


Außerdem bin ich Übersetzerin für "Bürokratisch - Deutsch", "Umständlich - Deutsch" und "Peinlich - Deutsch" im Bereich Finanzen und Erfolg. Ich schreibe und spreche also über Themen, um die wir gerne einen Bogen machen und deshalb dann eben oft auf der Stelle treten.

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