Januar 13

Wenn du nicht losfährst, kommst du nicht an

„Es ist ein Unterschied, ob man den Weg kennt oder ob man ihn beschreitet.“

Dieses Zitat hast du vielleicht schon mal gehört. Es stammt von Morpheus, aus dem Film Matrix und es hat mich zu diesem Beitrag inspiriert.

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Wissen vs Anwenden

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Wissen und Anwenden und was ist eigentlich wichtiger?

Wissen ist auf jeden Fall wichtig. An ganz vielen Stellen müssen wir erst einmal irgendetwas wissen, alleine schon um unsere Ziele zu definieren. Damit wir Klarheit haben, was wir eigentlich wollen, ist es grundlegend, dass wir schon etwas über den Sachverhalt wissen. Also: Wissen ist wichtig.

Problematisch wird Wissen immer dann, wenn es für uns zur Ausrede wird, um nicht ins Handeln zu kommen. Wenn wir denken, wir müssten den Weg noch besser kennenlernen, bevor wir ihn beschreiten.  Also ich kenne das definitiv und ganz häufig ist es auch bei meinen Kunden so, mit denen ich arbeite. Das im Imposter-Syndrom macht sich breit.

Der Drache auf deiner Schulter

Falls du noch nie davon gehört hast, dass Imposter-Syndrom ist der Drache, der immer dann sein Haupt erhebt, wenn du etwas Neues tun möchtest. Der in diesen Momenten auf deiner Schulter sitzt und dir ins Ohr flüstert:

Das kannst du doch gar nicht.
Du weißt doch noch gar nicht genug darüber.
Tu doch nicht so, als wärst du so schlau.
Tu doch nicht so, als könntest du das.
Du musst doch erst noch viel mehr lernen, bevor du dich nach außen so präsentierst.

Das Imposter-Syndrom vermittelt uns den Eindruck, wir wären nicht echt.
Wir würden so tun, als könnten wir etwas, obwohl wir gar nicht das Zeug dazu haben.

Manchmal mag das stimmen. Da passt dann der Spruch: Fake it, ‚til you make it, den ich persönlich überhaupt nicht leiden kann. Auf Deutsch würde man sagen: Tu so, als ob du es könntest, bis du es wirklich kannst.

Ich habe das Gefühl, das setzt uns viel zu sehr unter Druck und für mich persönlich hat es auch eine etwas unehrliche Konnotation, so zu tun, als könnte man etwas, obwohl man es gar nicht kann.

Probe es, bis du es kannst

Ein in Meinen Augen schönerer Ansatz ist: Probiere es aus und erlaube dir zu testen, bis du es kannst.

Das erlaubt uns nämlich tatsächlich vom Wissen ins Anwenden zu kommen. Es erlaubt uns, das erste Wissen, das wir uns angeschafft haben, gleich anzuwenden, bevor wir in die Schleife kommen: Oh, ich muss erst noch lernen, ich trau’ mich noch nicht. Vielleicht noch eine Fortbildung, vielleicht noch ein bisschen mehr Erfahrung …

Ganz ehrlich, damit kommen wir nicht weiter. Denn die Klarheit darüber, welches Wissen wir wirklich noch zusätzlich brauchen, kommt ohnehin erst dann, wenn wir den Weg, den wir uns erarbeitet haben, auch tatsächlich beschreiten.

Beim Auto fahren tust du es schon!

Aller Wahrscheinlichkeit nach weißt du, wie man Auto fährt. Wenn du dich nun mit Google Maps oder ganz traditionell mit einer Papierkarte beschäftigst, dann kannst du herausfinden, wie der Weg aussieht, den du fahren willst. Oder du kannst dich in dein Auto setzen und das Navi einstellen, auch wie das geht, weißt du schon.

Doch all dieses Wissen bringt dich trotzdem nicht von A nach B, wenn du nicht losfährst.

Das heißt, du kommst nirgendwo an, wenn du dir „nur“ das Wissen verschafft. Das ist jetzt ein relativ plakatives und einfaches Beispiel und auf der logischen Ebene ist uns das allen klar. Wir wissen das und du denkst dir vielleicht gerade: Warum erzählt die mir das?

Weil wir uns furchtbar oft aufhalten, obwohl uns uns all das logisch klar ist!

Kein Wissen ist auch keine Lösung

Auf der anderen Seite muss man sagen, dass anwenden alleine auch nicht die ideale Lösung ist. Denn anwenden alleine, ohne die zugehörigen Grundkenntnisse, führt in der Regel nicht zum Erfolg. Wenn doch, ist es bestenfalls ein Zufall und ganz sicher nicht wiederholbar. Es sei denn, ich habe währenddessen Wissen angesammelt.

Genau das ist der Schlüssel.

Die Lösung steckt in der Verbindung zwischen Wissen und Anwendung, den Weg zu kennen UND ihn zu beschreiten, beides zu tun.

Wie kannst du diese Verbindung herstellen?

Gerade jetzt ist ja wieder die Zeit des Jahres, in der wir uns traditionell mit unseren Zielen beschäftigen.

Wenn du also an deine Ziele denkst, darfst du dich jetzt fragen, bei welchem dieser Ziele du vielleicht schon an dem Punkt bist, an dem du genug über dein Ziel und deinen Weg weißt, um den ersten Schritt zu gehen? Dabei sage ich ganz bewusst den ersten Schritt und nicht den gesamten Weg.

Wo bist du? Bist du vielleicht schon an dem Punkt, an dem du es dir selbst bereits zutrauen kannst, dass der erste Schritt in die richtige Richtung führen wird?

Einen Schritt nach dem anderen

Denk mal daran, wie wir als Kinder laufen gelernt haben. Wir sind nicht einfach aus dem Mutterleib herausgepurzelt, aufgestanden und losgerannt. Nein, so war das nicht.

Stattdessen haben wir über eine Unzahl von Versuchen erst einmal gelernt, uns von einer Seite auf die andere zu drehen. Dann haben wir versucht uns ein bisschen aufzurichten oder wir sind auf dem Hintern herumgehopst. All das waren Schritte, die wir auf unserem Weg, laufen zu lernen, durchgemacht haben.

Wir sind jedenfalls nicht in unserem Bettchen liegen geblieben und haben uns gedacht: Okay, ich muss mir erst einmal theoretisch den kompletten Prozess erarbeiten. Wir müssen uns erarbeiten, wie Gleichgewicht geht, bevor wir uns in diesem kleinen Bettchen das erste Mal bewegen.

Unperfekte Aktion

Das heißt, diese unperfekte Aktion, also die Erlaubnis, etwas zu tun, bevor wir alles Notwendige dafür perfekt am Start haben, ist uns direkt angeboren.

Theoretisch können wir uns alles erarbeiten und theoretisch können wir auch alles wissen. Theoretisch wissen wir, wie man eine Kanzlei oder ein Unternehmen führt – und doch haben wir nicht immer die Ergebnisse, die wir uns davon wünschen.

Wenn wir also etwas verändern wollen, reicht es, wenn wir wissen, was wir verändern wollen.

Wir dürfen auch die ersten Schritte gehen, mit der uns angeborenen Bereitschaft, Fehler zu machen und auch zu fallen. Mit der Bereitschaft zu akzeptieren, dass es vielleicht nicht das erste Mal klappt und dass jeder vermeintlicher Fehler nichts anderes als eine Rückmeldung zum Prozess ist.

Fehler sind nichts anderes als Feedback zum Prozess

Du hast dadurch auf deinem neuen Weg einen Schritt ausgeschlossen. Du durftest lernen, dass es so nicht geht. Du hast gelernt: Okay, wenn ich hier lang gehe, führt es mich nicht dahin, wo ich hin möchte.

So findet Entwicklung statt. Das ist es, wie sich die Menschheit von der Amöbe weg entwickelt hat. Indem wir uns erlaubt haben diese Schritte zu gehen, Fehler zu machen, die Rückmeldung auszuwerten, den nächsten Schritt zu gehen und zu schauen, wie dann die Rückmeldung aussieht.

Gib dir die Erlaubnis

Das ist die Erlaubnis, von der ich mir wünsche, dass du sie dir heute gibst. Die Erlaubnis Fehler zu machen, daraus zu lernen und trotzdem deinen Weg, den du vielleicht schon kennst, oder dir ein Stück weit erarbeitet hast, zu beschreiten.

Was kannst du tun, um dich da in Position zu bringen?

Du kannst jetzt gleich schon mal schauen:

Wo wartest du bei all deinen Zielen, die du hast noch darauf, deinen Weg wirklich zu beschreiten?

Wo sitzt du quasi in deinem Auto, mit dem Zündschlüssel in der Hand, wissend, wo du hinfahren willst, das Navi schon eingestellt, aber den Schlüssel noch nicht gedreht und den Motor noch nicht angelassen?

(Dabei ist es übrigens völlig egal, zu welchem Zeitpunkt im Jahr du diesen Beitrag liest oder hörst 😉 )

Suche dir heute einen Punkt in deiner Welt, bei dem du genau in dieser Situation bist und dann erlaube dir den einen Schritt, den du heute tun kannst.

Es ist okay, wenn du beim ersten Versuch den Motor erst mal abwürgst. Es ist okay, wenn du vielleicht an der ersten Ecke in die falsche Richtung abbiegst.

Es ist in Ordnung, denn du bist unterwegs!

Das ist der Schritt, den ich mir heute für dich wünsche, um deinen Zielen einen Schritt näherzukommen.

Beginne, den Weg zu beschreiten zu der Wunschkanzlei oder zu dem Wunschbusiness, das du gerne für dich gestalten möchtest.

Wie sehr willst du es?

In den letzten Tagen habe ich eine Umfrage unter meinen Lesern durchgeführt. Die Rückmeldungen haben mich zutiefst berührt und in ihrer Masse auch wirklich überrascht. Meine Frage war:

Wie wichtig ist es in diesem Jahr für dich, deine Wunschkanzlei (oder dein Wunschbusiness) aktiv zu gestalten?  Antworte gerne einfach nur mit einer Zahl von 1 (unwichtig) bis 10 (hat dieses Jahr Prio 1 für mich).

Es war unendlich berührend zu sehen, wie viele 10er zurück in mein Postfach geflattert sind.

Bist du eine von diesen 10ern gewesen oder hast du dich jetzt gerade angesprochen gefühlt?

Dann melde dich bei mir und lass uns darüber reden, wie es bei dir aussehen kann, den Weg zu kennen und gleichzeitig zu beschreiten. Inklusive der Erlaubnis für dich, Erfahrungen zu machen, wie für dich die perfekte Verbindung zwischen Wissen und Anwenden funktioniert.

Ich freue mich darauf!

Lass es dir gut gehen und bis zum nächsten Mal.

Deine Benita


Tags

Abenteuer Wunsch-Kanzlei, Berater, Erfolg, Freiheit, Wachstum, Wunschbusiness, Ziele


Über die Autorin

Ich bin Benita Königbauer, Profit First Professionals-Ausbilderin, zertifizierte Fix-This-Next-Beraterin, Finanz-Coach, Wirtschaftsmediatorin und Steuerberaterin aus München und ich finde: das Unternehmerleben darf auch leicht sein! Falls Du Dich also schon mal gefragt hast, warum manche Unternehmer offenbar einfach mühelos erfolgreich sind und andere scheinbar immer 'von-der-Hand-in-den-Mund" leben, weißt Du schon, wo ich mich am liebsten tummele :)


Außerdem bin ich Übersetzerin für "Bürokratisch - Deutsch", "Umständlich - Deutsch" und "Peinlich - Deutsch" im Bereich Finanzen und Erfolg. Ich schreibe und spreche also über Themen, um die wir gerne einen Bogen machen und deshalb dann eben oft auf der Stelle treten.

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