Wunschbusiness ist wie Lasagne … nur krasser

Wie komme ich überhaupt dazu, darüber nachzudenken, was dein Wunsch-Business mit Lasagne zu tun hat? Ganz einfach, meine Freundin Susanne Lindenthal von essenbelebt.at hat eine Blogparade gestartet und sie hat einfach nicht locker gelassen … und hier sind wir nun, du und ich, und sprechen darüber, wie du – Schicht für Schicht – aus deinem Herzensbusiness die gesündeste und leckerste Lasagne deines Lebens zauberst 🙂

Wenn du mich schon ein wenig kennst, weißt du, dass ich Expertin bin für gesunde Unternehmen, die in der Welt etwas bewegen.

Und Gesundheit – ganz egal ob für dich oder für dein Business – hat eine ganze Menge damit zu tun, wie wir die Nahrung zubereiten, aus der wir unsere Energie beziehen wollen.

Der Prozess der Wunschbusiness-Gestaltung hat also tatsächlich einiges mit dem Lasagne-Kochen gemein. Du brauchst eine sehr gute Idee davon, wie deine Lasagne aussehen soll, Menschen, die du bewirten möchtest und die das auch zu schätzen wissen und du brauchst ein passendes Rezept. 

Fangen wir mit der Idee an: was soll drin sein, in deiner Lasagne?

Eine Besonderheit der Lasagne – und einer ihrer größten Vorteile – ist es, dass es so viele Lasagnerezepte wie Köche gibt. Beim Wunschbusiness ist es genauso: jeder Unternehmer erfindet, gestaltet und optimiert sein eigenes Wunschbusiness – vorausgesetzt er weiß, dass es da draußen nicht das eine Rezept gibt. Und selbst wenn wir denken, wir kochen Punkt für Punkt das alte Familien-Rezept aus Mamas altem, vom vielen Umblättern zerfledderten, Kochbuch nach, oder den letzten High-End-Schrei des aktuell populärsten Sternekochs – deine Lasagne wird immer einzigartig werden, ganz einfach, weil du als Koch einzigartig bist!

Bei deiner Lasagne, genau wie beim Gestalten deines Wunschbusiness geht es also als erstes mal um die Fragen:

  • Was magst du am liebsten?
  • Was magst du überhaupt nicht?

Wenn du nämlich selbst keine Leidenschaft für deine eigene Lasagne aufbringen kannst, du sie also im Grunde gar nicht essen möchtest, weil deine Lieblingszutaten fehlen und dafür etwas drin ist, was du nicht ausstehen kannst, hat deine Lasagne schlicht und einfach ganz schlechte Karten, ein Meisterwerk zu werden.

In deinem Wunschbusiness bedeutet das, deine ideale Woche darf aus Aufgaben, Herausforderungen und Abwechslungen bestehen, die dich vor Freude auf dem Stuhl hibbeln lassen. Na gut, nicht jede einzelne Lasagnezutat, auf die du nicht verzichten willst, wird für sich genommen dein Herz und deine Zunge tanzen lassen, aber der Gedanke, sie ganz wegzulassen, sollte dir zumindest einige Wehmut verursachen. Das ist der Stoff, aus dem Lieblings-Lasagnen sind 😉

Wen willst du einladen?

Lasagne ist ja traditionell ein Gericht, das man ganz hervorragend für Gäste kochen kann. Die Vorbereitung kann stattfinden, lange bevor der erste Gast auf der Matte steht, du kannst dich in Ruhe auf den Abend vorbereiten und entspannt plaudern, während der Duft aus dem Ofen deinen Freunden das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Sie ist sehr genügsam, kommt mit wenig Geschirr und Beilagen aus und schenkt dir am Ende einen entspannten, schnellen Abwasch – egal um welche Uhrzeit du den letzten Gast zur Tür begleitest. Und doch … ein kleiner Wermutstropfen bleibt: nicht jeder mag jede Lasagne.

Wichtig ist also, dass du Gäste einlädst, die mögen, was du magst. Du darfst dich also fragen:

  • wem möchte ich heute etwas Gutes tun? Und
  • wer weiß das zu schätzen?

Übertragen auf dein Wunschbusiness bedeutet das, dass du dir gut überlegen darfst, welche Kunden genau die Angebote zu schätzen wissen, die in deiner idealen Woche Raum finden. Denn ein Kunde, der – egal wie nett er sein mag – eine Zutat verlangt, die du keinesfalls (oder auch nur „gar nicht gerne“) in deiner Wunschbusiness-Lasagne haben möchtest, ist eine nette Gesellschaft für einen Kaffee, aber eben kein idealer Kunde. Das ist auch gar nicht schlimm, denn da draußen gibt es ebensoviele Kunden wie Köche. Du musst nicht jeden glücklich machen 🙂

Diejenigen jedoch, die genau deine Wunschbusiness-Lasagne am allerliebsten haben, die werden mit Lob, Empfehlungen und Anerkennung kaum an sich halten können. Auch und gerade in Form von angemessener Bezahlung – denn Geld ist das Lebenselixier für ein gesundes Unternehmen.

Wie kochst du deine Lasagne? Das Rezept

Wenn erst einmal klar ist, was in deine Lasagne hineinkommt und wen du damit beglücken möchtest, ist der Rest „nur“ noch Strategie. Du kombinierst die einzelnen, oft ganz einfachen Zutaten und lässt daraus ein himmlisches Konzert von Geschmacksnoten entstehen, das ein verzücktes Lächeln auf die Gesichter deiner Gäste – und auf deins – zaubert. Ois easy, oder?

Stop – noch mal zurück. Denn damit du diesen Zauber versprühen kannst, braucht es noch ein paar Schritte:

Exzellente Zutaten

Das erste, was mein lieber Schatz mir in der Küche beigebracht hat war: keine Zutat ist „schlecht genug“, um sie zu verkochen. Was er damit meint ist: wenn du die Zutat einzeln ungenießbar findest, hat sie nichts in deinem Topf verloren. Ein Wein, den du nicht trinken möchtest, ist auch nicht „gut genug“ zum Ablöschen deiner Lasagne-Sauce. Umgekehrt werden die wenigsten herausschmecken, ob du einen guten, aber einfachen Landwein verwendet hast, oder einen teuren Barolo.

In deinem Wunschusiness bedeutet das: wenn du bei den Zutaten deiner Leistungen achtsam bist und nach deinem eigenen Maßstab bewusst entscheidest, was gut genug für deine Kunden ist, werden deine Kunden dein Angebot lieben. Es kommt darauf an, dass es genau in – oder maximal einen Ticken über – dem Rahmen ihrer Erwartungen liegt. Du darfst sie nicht (wiederholt) enttäuschen, es ist aber auch nicht zielführend, ständig zu viel zu liefern.

Zeit und Geduld

„Gut Ding will Weile haben.“, sagt der Volksmund. Und ich kann dir gar nicht sagen, wie oft mich das ganz furchtbar nervt. Geduld ist nicht mein zweiter Vorname. Deiner vielleicht auch nicht. Doch eine Lasagne ist ein perfektes Beispiel, wie wenig sich die Welt darum schert, ob wir bereits vor Ungeduld die Wände hinauf gehen. Du kannst eine Lasagne nicht huddeln. Da kommt nur Mist bei heraus.

Genauso ist es mit deinem Wunschbusiness. Egal, wie bereit du dich fühlst und wie gerne du es endlich „fertig“ haben möchtest: es dauert so lange, wie es eben dauert. Und dann wird es gut 🙂

Layer für Layer

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Lasagne ist es, die verschiedenen Lagen sorgfältig zu schichten. Leistest du dir hier Schlampigkeiten, merkst du es nachher an der Konsistenz und am Geschmack. Und das bekommst du im Nachhinein auch nicht mehr glattgezogen.

In deinem Wunschbusiness ist das nicht anders. Du darfst geduldig eine Lage nach der anderen aufeinander schichten, damit am Ende eine wunderschöne, duftende und köstliche „Lasagne“ auf dem Teller deiner Kunden landet und sie glücklich und dankbar sind, an deinem Tisch zu sitzen und dich für deine großartige Leistung zu entlohnen.

Auf dem Weg zu ihrem Wunschbusiness stecken meine Kunden oft schon mitten in einer nicht ganz geglückten „Business-Lasagne“ fest. Dann ist es wichtig, dass wir uns die Zeit und die Ruhe nehmen, beim ersten Layer wieder anzufangen, die Zutaten noch einmal unter die Lupe zu nehmen und mit aller Sorgfalt Schicht um Schicht neu aufzubauen. Ja, das braucht Geduld und Zeit, doch das Ergebnis ist es allemal wert.

Was kann daraus werden?

Für mich geht es beim Wunschbusiness vor allem um eines:

Wie kannst du sicherstellen, dass du genau die Aufgabe erfüllen kannst, mit der du in diese Welt gekommen bist?

Denn ich bin fest überzeugt, dass jeder einzelne von uns eine zentrale Aufgabe im Gesamtplan unseres Schöpfers hat. Und diese Aufgabe hängt ganz eng damit zusammen, was wir gut können, aber nicht nur das – darüber hinaus auch, was uns leicht fällt und was wir gerne tun! Dein persönlicher Feenstaub, sozusagen 🙂

Wenn ich also mit meinen Kunden ihr Wunschbusiness gestalte, fangen wir bei der zentralen Frage an: was möchtest du in deiner Lasagne haben? Also, welche Tätigkeiten finden Raum in deiner idealen Woche?

Wenn wir das geklärt haben, stellt sich die Frage: wer genießt, was du gut kannst, was dir leicht fällt und was du gerne tust? Wer braucht deinen Feenstaub? Wen lädst du ein, mit dir an deinem Tisch zu sitzen? Hier geht es um deine Nische, deine idealen Kunden und deine Positionierung.

Und dann sind wir auch schon bei deinem speziellen Business-Lasagne-Rezept 😉

Wie viel Lasagne brauchst du, damit du selbst, deine Familie und auch deine Gäste satt und glücklich sind? Damit durchleuchten wir dein Business-Modell darauf, wie deine ideale Woche zu deinen idealen Kunden passt und ob sich das ausgeht, so dass du immer ausreichend Ressourcen zur Verfügung hast, um für dich und deine Lieben und für deine Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner da zu sein.

Welche Zutaten wählst du aus, die gesund und köstlich sind, aber nicht überkandidelt? (Falls du hier Profit First durchklingen hörst, hörst du ganz recht 😉)

Was dürfen deine Gäste mitbringen? Deine idealen Kunden werden den Wunsch haben, dir etwas Gutes zu tun, weil du für sie da bist und sie mit dem versorgst, was sie gerade am meisten brauchen. An dieser Stelle packen wir deine Angebote und Preispakete.

Und wenn wir achtsam Schicht um Schicht aufeinander legen, steht deiner Einladung nichts mehr entgegen. Hier schließt sich der Kreis zu dem Bild, das ich oben gemalt habe: Du als entspannter, gelassener Gastgeber, inmitten deiner Gäste, glücklich, satt, zufrieden, köstlichen Lasagne-Duft in der Nase und mit einer sauberen Küche … mission accomplished 🙂

Deine Küche – deine Lasagne!

Von den vielen Gästen, die bisher zu meiner eigenen Wunschbusiness-Lasagne zu Gast waren, habe ich eines gelernt: „die“ Lasagne gibt es nicht – jeder von uns entwickelt irgendwann seine persönliche Signature-Lasagne und findet die Menschen,  die von genau dieser Lasagne einfach nicht genug bekommen können.

Was bedeutet das für dich?

Du kannst dir jetzt gleich das Denk-Tool deiner Wahl schnappen und dir zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Welchen winzigen Schritt kann ich jetzt sofort tun, um meine eigene Signature-Lasagne zu entwickeln?
  • Welche Art Lasagne möchte ich kochen?
  • Welche Zutaten dafür habe ich schon zur Hand?
  • Welche möchte ich noch besorgen?
  • Wen möchte ich einladen, mit mir zu genießen? 

… und was immer du tust: lass dich bitte keinesfalls verleiten, fremde Rezepte nachzukochen! Das wäre unendlich schade, denn du bist einzigartig und deine Wunschbusiness-Lasagne darf das widerspiegeln! Lass deiner Kreativität freien Lauf  – für dich und für diejenigen, die du an deinem Tisch versammelst. Ich freu mich schon drauf 🙂 

Wenn dir dieser Artikel Lust auf mehr gemacht hat, schau doch mal auf meiner Bücherseite vorbei, hol dir eine – oder mehrere – Leseproben und trage dich für meinen Newsletter ein. Ich würde mich freuen, von dir zu hören!

Und wenn‘s noch ein bisschen mehr Lasagne sein darf, schau dir auch die anderen Artikel in Susannes Blogparade an, da sind jede Menge großartige Tipps und Gedanken drin!

Liebe Grüße derweil und geh gut mit dir um,

deine Benita

 

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